Hellhörige Wohnung

Akustikbilder Wohnzimmer – Funktion und Nutzen einfach erklärt

Geschrieben von Denis

Im Wohnzimmer wird zusammen gespielt, gemeinsam Filme angeschaut oder mit Freunden ein geselliger Abend verbracht. Wenn das Wohnzimmer spärlich möbliert ist, führt dies zu einer unangenehmen Akustik. Akustikbilder für Wohnzimmer können schnell und unkompliziert die Akustik spürbar verbessern. Wie Akustikbilder im Wohnzimmer funktionieren, wie groß sie sein sollten und worauf Du beim Kauf achten solltest, zeigt Dir dieser Beitrag.

Wie funktionieren Akustikbilder im Wohnzimmer?

Akustikbilder im Wohnzimmer sind auf den ersten Blick kaum von einem normalen Bild zu unterscheiden. Bei näherem Hinsehen kannst Du jedoch erkennen, dass ein Akustikbild deutlich dicker ist als ein normales Bild.

Ein Akustikbild hat meistens eine Dicke von etwa 30 bis 50mm. Das Besondere an diesen Bildern ist aber das Material im Bild, hinter der Leinwand. Hier sitzt der eigentliche Absorber. Je nach Hersteller werden für den Absorber spezielle Akustikschaumstoffe oder ökologische Dämmstoffe aus natürlichen Materialien verwendet.

In diese Dämmmaterialien können Schallwellen eindringen. Das Material wird als schallweich bezeichnet. Betonwände oder gemauerte Wände sind dagegen schallhart. Sie reflektieren Schallwellen.

Die Schallwellen versetzen das Dämmmaterial im Akustikbild in Schwingungen. So wird der Schall in Wärmeenergie umgewandelt. Dadurch, dass die Schallwellen nicht reflektiert werden, wird der sogenannte Nachhall im Raum reduziert.

Nachhall bedeutet, dass Du beispielsweise gesprochene Wörter mit etwas Abstand nacheinander aus verschiedenen Richtungen hörst. Zuerst hörst Du die Worte von dem, der sie ausspricht.

Dann noch ein paar Mal von den Wänden, von denen die Worte reflektiert werden. Je stärker der Nachhall ist, umso unverständlicher sind Gespräche. Diesen Effekt kennst Du wahrscheinlich, wenn Du Dich schon einmal in einem vollkommen leeren Zimmer mit jemandem unterhalten hast.

Akustikbilder im Wohnzimmer sorgen dafür, dass dieser Nachhall auf ein Minimum reduziert oder ganz eliminiert wird.

Wie gut sind Akustikbilder im Wohnzimmer?

Wie gut Akustikbilder im Wohnzimmer den Nachhall tatsächlich reduzieren, ist von verschiedenen Faktoren abhängig.

Für die Wirkung spielen die Größe des Akustikbildes, die Dicke, das Absorbermaterial sowie die Platzierung im Zimmer eine wichtige Rolle.

Auch die Möblierung hat einen Einfluss. Allgemein kann jedoch gesagt werden, dass durch gute Akustikbilder im Wohnzimmer bis zu 90 % der Schallwellen absorbiert werden können. In der Hauptsache absorbieren Akustikbilder Schallwellen im Bereich der menschlichen Sprache von etwa 250 Hz bis 3 kHz.

Das 90 % der Schallwellen absorbiert werden, bedeutet nicht, dass es im Raum Totenstill ist. Die hohe Absorptionsrate bedeutet, dass der Nachhall effektiv verringert wird.

Wo können Akustikbilder noch eingesetzt werden?

Die Vorteile von Akustikbildern sind ihre Flexibilität und die große Auswahl im Vergleich zu anderen Schalldämmmaßnahmen. Akustikbilder im Wohnzimmer sind daher nicht die einzige Verwendungsmöglichkeit. Weitere Einsatzbereiche für Akustikbilder sind:

  • Treppenaufgänge, Flure, Esszimmer und Büros
  • Empfangs- und Wartebereiche von Arztpraxen und Kanzleien
  • Restaurants, Hotels, Pensionen
  • Seminarräume und Besprechungszimmer
  • Kindertagesstätten, Schulen, Hochschulen

Unabhängig vom Einsatzbereich müssen Akustikbilder mit der passenden Größe für den jeweiligen Raum ausgewählt und installiert werden. Sind die Absorberflächen zu klein, wird der Hall nicht ausreichend reduziert.

Werden die Flächen zu groß gewählt, steigen die Kosten, ohne dass ein nennenswert besserer Effekt erzielt wird.

Wie groß muss ein Akustikbild sein?

Wie groß Akustikbilder im Wohnzimmer sein müssen, um den gewünschten Effekt zu erzielen, ist von verschiedenen Faktoren abhängig.

Bei der Größenbestimmung spielen die Raumhöhe, die Raumgröße, die Einrichtung im Raum und der angestrebte Wirkungsgrad eine wichtige Rolle.

Die folgende Tabelle bietet Dir einen Überblick, wie groß Akustikbilder im Wohnzimmer in Abhängigkeit vom gewünschten Wirkungsgrad sein sollten. Alle Werte gelten für eine durchschnittliche Raumhöhe von 2,50 bis 2,60 Metern.

Raumgröße 

ausreichend

befriedigend

gut

sehr gut

bis ca. 20m²

2-4m²

4-5m²

5-6m²

6-7m²

bis ca. 35m²

6-7m²

8-9m²

9-10m²

10-11m²

bis ca. 50m²

8-10m²

10-12m²

12-14m²

14-16m²

bis ca. 100m²

18-20m²

22-24m²

26-28m²

30-32m²

Aus diesen Tabellenwerten kannst Du eine einfache Faustformel zur Ermittlung der erforderlichen Größe für Akustikbilder im Wohnzimmer ablesen. Für eine ausreichende Schalldämmung sollte das Akustikbild eine Größe von etwa 20 % der Grundfläche des Raumes haben.

Zum Beispiel rund 10 Quadratmeter bei einer Raumgröße von 50 Quadratmetern. Für einen deutlich besseren, das heißt sehr guten Wirkungsgrad, sollte die Größe des Akustikbildes etwa 30 % der Raumgröße betragen. Für einen sehr guten Wirkungsgrad in einem 35 Quadratmeter großen Raum benötigst Du demnach rund 11 Quadratmeter Absorberfläche.

Wie werden Akustikbilder im Wohnzimmer montiert?

Bei der Montage sind Akustikbilder flexibel und unkompliziert. Die einfachste Möglichkeit, Akustikbilder im Wohnzimmer zu montieren, sind Schrauben und Dübel. Wie andere Bilder auch, kannst Du Akustikbilder ganz einfach an Schrauben oder Schraubhaken aufhängen.

Wenn Du eine flexiblere Aufhängung wünscht, sind Bilder- oder Galerieleisten eine empfehlenswerte Lösung. Durch die Montage eines Akustikbildes an einer Galerieleiste kannst Du das Bild ganz einfach nach Bedarf seitlich verschieben. Mithilfe kürzerer oder längerer Seile ist auch die Montagehöhe komfortabel veränderbar.

Akustikbilder im Wohnzimmer - Worauf muss beim Kauf geachtet werden?

Akustikbilder im Wohnzimmer müssen im Prinzip nur drei Anforderungen erfüllen. Eine dieser Anforderungen betrifft Deinen persönlichen Geschmack.

Das Akustikbild muss Dir gefallen. Die beiden anderen Punkte betreffen die Ausführung des Bildes. Akustikbilder müssen eine gewisse Dicke haben, damit sie wirklich gut funktionieren. Bilder mit einem Schallabsorber aus Akustikschaumstoff sollten eine Dicke von mindestens 3 besser 5 oder 6 cm haben.

Je dicker, umso besser. Wird ein Schallabsorber aus Holzfasern verwendet, sollte die Dicke mindestens 2,5 cm betragen. Auch hier gilt - zumindest in gewissen Grenzen - je dicker, umso besser. Und nicht zuletzt solltest Du einen Absorber mit einer zum Raum passenden Größe auswählen.

Ein großer Absorber ist dabei in der Regel etwas günstiger als mehrere kleine, die zusammen die gewünschte Fläche ergeben.

Es ist noch nicht lange her, da waren Akustikbilder kaum für Wohnräume geeignet. Stil und Ausführung passten eher in Büros oder Seminarräume. Heute sind Akustikbilder im Wohnzimmer eine sehr ansprechende und effektive Lösung. 

Akustikbilder sind für jeden Geschmack und passend für jede Einrichtung erhältlich. Akustikbilder sind zudem sehr preiswert. Die Montage ist einfach und die Wirkung erwiesenermaßen gut.

Weitere Tipps, wie du deinen Wohnraum nachträglich mit Schallschutz ausstattest, findest du in diesem Beitrag.

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Über den Autor

Denis

Mein Name ist Denis, ich bin 39. Jahrelang hatte ich mit Lärm in den eigenen vier Wänden zu kämpfen.


Mein Haus, mit der kaum schalldämmende Bauweise (Gasbetonstein), plus die offene Galerie sorgten für ein unerträgliches Maß an Lärm.


Dies habe ich nun recht gut in den Griff bekommen und möchte meine Erfahrung auf dieser Webseite mit anderen teilen.

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